{"id":2366,"date":"2014-12-30T19:40:59","date_gmt":"2014-12-30T18:40:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tlausl.de\/?page_id=2366"},"modified":"2014-12-30T19:40:59","modified_gmt":"2014-12-30T18:40:59","slug":"die-niflungen-und-giukungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.tlausl.de\/?page_id=2366","title":{"rendered":"Die Niflungen und Giukungen"},"content":{"rendered":"<p>Es wird erz\u00e4hlt, da\u00df drei der Asen ausfuhren, die Welt kennen zu lernen: Odhin, Loki und H\u00f6nir. Sie kamen zu einem Flu\u00df und gingen an ihm entlang bis zu einem Wa\u00dferfall, und bei dem Wa\u00dferfall war ein Otter, der hatte einen Lachs darin gefangen und a\u00df blinzelnd. Da hob Loki einen Stein auf und warf nach dem Otter und traf ihn am Kopf. Da r\u00fchmte Loki seine Jagd, da\u00df er mit Einem Wurf Otter und Lachs erjagt habe. Darauf nahmen sie den Lachs und den Otter mit sich. Sie kamen zu einem Geh\u00f6fte und traten hinein, und der Bauer, der es bewohnte, hie\u00df Hreidmar, und war ein gewaltiger Mann und sehr zauberkundig. Da baten die Asen um die Nachtherberge, und sagten, sie h\u00e4tten Mundvorrath bei sich und zeigten dem Bauern ihre Beute. Als aber Hreidmar den Otter sah, rief er seine S\u00f6hne Fafnir und Regin herbei, und sagte, ihr Bruder Otr w\u00e4r erschlagen, und auch, wer es gethan h\u00e4tte. Da ging der Vater mit den S\u00f6hnen auf die Asen los, griffen und banden sie, und sagten, der Otter w\u00e4re Hreidmars Sohn gewesen. Die Asen boten L\u00f6segeld so viel als Hreidmar selbst verlangen w\u00fcrde, und ward das zwischen ihnen vertragen und mit Eiden bekr\u00e4ftigt. Da ward der Otter abgezogen und Hreidmar nahm den Balg und sagte, sie sollten den Balg mit rothem Golde f\u00fcllen, und ebenso von au\u00dfen h\u00fcllen, und damit sollten sie Frieden kaufen. Da sandte Odhin den Loki nach Schwarzalfenheim und kam zu dem Zwerge, der Andwari hie\u00df und ein Fisch im Wa\u00dfer war. Loki griff ihn mit den H\u00e4nden und heischte von ihm zum L\u00f6segeld alles Gold, das er in seinem Felsen hatte. Und als sie in den Felsen kamen, trug der Zwerg alles Gold hervor, das er hatte, und war das ein gar gro\u00dfes Gut. Da verbarg der Zwerg unter seiner Hand einen kleinen Goldring: Loki sah es und gebot ihm, den Ring herzugeben. Der Zwerg bat, ihm den Ring nicht abzunehmen, weil er mit dem Ringe, wenn er ihn behielte, sein Gold wieder vermehren k\u00f6nne. Aber Loki sagte, er solle nicht einen Pfennig \u00fcbrig behalten, nahm ihm den Ring und ging hinaus. Da sagte der Zwerg, der Ring solle Jedem, der ihn bes\u00e4\u00dfe, das Leben kosten. Loki versetzte, das sei ihm ganz recht und es solle gehalten werden nach seiner Voraussage; er werde es aber dem schon zu wi\u00dfen thun, der ihn k\u00fcnftig besitzen solle. Da fuhr er zur\u00fcck zu Hreidmars Hause und zeigte Odhin das Gold, und als er den Ring sah, schien er ihm sch\u00f6n; er nahm ihn vom Haufen und gab das \u00fcbrige Gold dem Hreidmar. Da f\u00fcllte er den Otterbalg so dicht er konnte und richtete ihn auf als er voll war. Da ging Odhin hinzu und sollte ihn mit dem Golde h\u00fcllen. Als er das gethan hatte, sprach er zu Hreidmar, er solle zusehen ob der Balg geh\u00f6rig geh\u00fcllt sei. Hreidmar ging hin und sah genau zu, und fand ein einziges Barthaar und gebot auch das zu h\u00fcllen, denn sonst war ihr Vertrag gebrochen. Da zog Odhin den Ring hervor, h\u00fcllte das Barthaar, und sagte, hiemit habe er sich nun der Otterbu\u00dfe entledigt. Und als Odhin seinen Sper genommen hatte, und Loki seine Schuhe, da\u00df sie sich nicht mehr f\u00fcrchten durften, da sprach Loki, es sollte dabei bleiben, was Andwari gesagt hatte, da\u00df der Ring und das Gold dem Besitzer das Leben kosten solle, und so geschah es seitdem. Darum hei\u00dft das Gold Otterbu\u00dfe und der Asen Nothgeld.<\/p>\n<p>Als Hreidmar das Gold zur Sohnesbu\u00dfe empfangen hatte, verlangten Fafnir und Regin ihren Theil davon zur Brudersbu\u00dfe; aber Hreidmar g\u00f6nnte ihnen nicht einen Pfennig davon. Da kamen die Br\u00fcder \u00fcberein, ihren Vater des Goldes wegen zu t\u00f6dten. Als das geschehen war, verlangte Regin, da\u00df Fafnir das Gold zur H\u00e4lfte mit ihm theilen sollte. Fafnir antwortete, es sei wenig Hoffnung, da\u00df er das Gold mit seinem Bruder theilen werde, da er seinen Vater um das Gold erschlagen habe, und gebot ihm, sich fortzumachen, denn sonst w\u00fcrde es ihm ergehen, wie dem Hreidmar. Fafnir hatte das Schwert Hrotti und den Helm, den Hreidmar bese\u00dfen hatte, genommen, und den auf sein Haupt gesetzt. Dieser Helm hie\u00df \u00d6gishelm und war allen Lebendigen ein Schrecken zu schauen. Regin hatte das Schwert, das Refil hie\u00df: damit entfloh er; Fafnir fuhr auf die Gnitahaide, machte sich da ein Bette, nahm Schlangengestalt an und lag auf dem Golde.<\/p>\n<p>Da fuhr Regin zu Hialprek, K\u00f6nig in Thiodi, und ward dessen Schmied; auch \u00fcbernahm er die Pflege Sigurds, des Sohnes Sigmunds, des Sohnes W\u00f6lsungs. Seine Mutter war Hjordis, K\u00f6nig Eilimis Tochter. Sigurd war der gewaltigste aller Heerk\u00f6nige nach Geschlecht, Kraft und Sinn. Regin sagte ihm davon, da\u00df Fafnir dort auf dem Golde l\u00e4ge, und reizte ihn, sich des Goldes zu bem\u00e4chtigen. Da machte Regin ein Schwert, das Gram hie\u00df, und so scharf war, da\u00df als es Sigurd in flie\u00dfendes Wa\u00dfer hielt, es eine Wollflocke zerschnitt, die der Strom gegen seine Sch\u00e4rfe trieb; demn\u00e4chst klobte Sigurd mit dem Schwerte Regins Ambo\u00df bis auf den Untersatz entzwei. Darauf fuhr Sigurd mit Regin zur Gnitahaide. Da grub Sigurd eine Grube auf Fafnirs Wege und setzte sich hinein. Als nun Fafnir zum Wa\u00dfer kroch und \u00fcber die Grube kam, da durchbohrte ihn Sigurd mit dem Schwerte und war das sein Tod. Da ging Regin hinzu und sagte, er h\u00e4tte seinen Bruder get\u00f6dtet, und verlangte das zur S\u00fchne, da\u00df er Fafnirs Herz n\u00e4hme und am Feuer briete. Dann kniete Regin nieder, trank Fafnirs Blut und legte sich schlafen. Als aber Sigurd das Herz briet und dachte es w\u00e4re gar, und mit dem Finger versuchte, ob es weich genug w\u00e4re, und das Fett aus dem Herzen ihm an den Finger kam, verbrannte er sich, und steckte den Finger in den Mund. Und als das Herzblut ihm auf die Zunge kam, verstand er die Sprache der V\u00f6gel und wuste was die Adlerinnen sagten, die auf den B\u00e4umen sa\u00dfen. Da sprach Eine:<\/p>\n<p>Dort sitzt Sigurd   blutbespritzt<br \/>\nUnd br\u00e4t am Feuer   Fafnirs Herz.<br \/>\nKlug d\u00e4uchte mich   der Ringverderber,<br \/>\nWenn er das leuchtende   Lebensfleisch \u00e4\u00dfe.<\/p>\n<p>Eine andere sagte:<\/p>\n<p>Da liegt nun Regin   und geht zu Rath<br \/>\nWie er triege den Mann,   der ihm vertraut;<br \/>\nSinnt in der Bosheit   auf falsche Beschuldigung:<br \/>\nDer Unheilschmied br\u00fctet   dem Bruder Rache.<\/p>\n<p>Da ging Sigurd zu Regin und erschlug ihn, und dann zu seinem Rosse, das Grani hie\u00df, und ritt bis er zu Fafnirs Bette kam, nahm das Gold heraus und band es in zwei B\u00fcndeln auf Granis R\u00fccken, stieg dann selber auf und ritt seines Weges. Darum hei\u00dft das Gold Fafnirs Bette oder Lager, oder Gnitahaides Staub und Granis B\u00fcrde. Da ritt Sigurd bis er ein Haus fand auf einem Berge. Darin schlief ein Weib mit Helm und Br\u00fcnne bekleidet. Er zog das Schwert und schnitt die Br\u00fcnne von ihr: da erwachte sie und nannte sich Hilde. Sie hie\u00df Brynhild und war Walk\u00fcre. Sigurd ritt hinweg und kam zu dem K\u00f6nige, der Giuki hie\u00df; sein Weib war Grimhild genannt. Seine Kinder waren Gunnar, H\u00f6gni, Gudrun und Gudny. Gutthorm war Giukis Stiefsohn. Sigurd weilte da lange Zeit. Da freite er Gudrun, Giukis Tochter; und Gunnar und H\u00f6gni schwuren Br\u00fcderschaft mit Sigurd. Darauf fuhr Sigurd mit Giukis S\u00f6hnen zu Atli, dem Sohne Budlis, um dessen Schwester Brynhild f\u00fcr Gunnar zu bitten. Sie wohnte auf dem Hindaberge und war ihre Burg mit Wafurlogi (waberndem Feuer) umgeben; auch hatte sie das Gel\u00fcbde gethan, keinen andern Mann zu freien als der es wagte, durch Wafurlogi zu reiten. Da ritt Sigurd mit den Giukungen, die auch Niflungen hie\u00dfen, den Berg hinan und sollte nun Gunnar durch Wafurlogi reiten. Er hatte das Ross, das Goti hie\u00df; die\u00df Ross wagte aber nicht in das Feuer zu rennen. Da tauschten Sigurd und Gunnar Gestalt und Namen, denn Grani wollte unter keinem andern Manne gehen als unter Sigurd. Da sa\u00df Sigurd auf Grani und ritt durch Wafurlogi. Denselben Abend hielt er Hochzeit mit Brynhild, und als sie zu Bette gingen, zog er das Schwert Gram aus der Scheide und legte es zwischen sie beide. Am Morgen aber, da er aufstand und sich ankleidete, gab er Brynhilden zur Morgengabe den Goldring, den Loki dem Andwari genommen hatte und empfing von ihr einen andern Ring zum Andenken. Alsdann sprang Sigurd auf sein Ross und ritt zu seinen Gesellen. Darauf tauschte er mit Gunnar abermals die Gestalt und Gunnar fuhr mit Brynhild zu K\u00f6nig Giuki. Sigurd hatte zwei Kinder mit Gudrun, Sigmund und Swanhild.<\/p>\n<p>Einsmals begab es sich, da\u00df Brynhild und Gudrun zum Wa\u00dfer gingen, ihre Schleier zu waschen. Als sie nun zum Flu\u00dfe kamen, watete Brynhild tiefer vom Land in den Strom und sagte, sie wolle das Wa\u00dfer an ihrem Haupte nicht leiden, das aus Gudruns Haaren rinne, dieweil sie einen hochgemuthern Mann habe. Da ging Gudrun ihr nach in den Flu\u00df und sagte, darum d\u00fcrfe sie ihren Schleier wohl \u00fcber ihr im Strom waschen, dieweil sie einen Mann habe, dem weder Gunnar noch ein anderer in der Welt an K\u00fchnheit gleiche, denn er habe Fafnir und Regin erschlagen und beider Erbe gewonnen. Da antwortete Brynhild: Mehr war das werth, da\u00df Gunnar durch Wafurlogi ritt, was Sigurd nicht wagte. Da lachte Gudrun und sprach: Meinst du, Gunnar sei durch Wafurlogi geritten? So meine ich, da\u00df der mit dir zu Bette ging, der mir diesen Goldring gab. Der Ring aber, den du an der Hand hast, und zur Morgengabe empfingst, hei\u00dft Antwara-Naut, und glaub ich nicht, da\u00df ihn Gunnar auf Gnitahaide geholt habe. Da schwieg Brynhild und ging heim. Darauf reizte sie Gunnar und H\u00f6gni, Sigurd zu t\u00f6dten; aber weil sie dem Sigurd Br\u00fcderschaft geschworen hatten, stifteten sie ihren Bruder Gutthorm dazu an. Der durchbohrte Sigurd im Schlafe mit dem Schwerte, und als Sigurd die Wunde empfangen hatte, warf er sein Schwert Gram nach ihm und das schnitt ihn in der Mitte durch. Da fiel Sigurd und sein dreij\u00e4hriger Sohn Sigmund, den sie auch t\u00f6dteten. Darauf durchstie\u00df sich Brynhild mit dem Schwert und ward mit Sigurd verbrannt. Aber Gunnar und H\u00f6gni nahmen da Fafnirs Erbe und Andwaranaut und beherschten nun die Lande.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Atli, Budlis Sohn, Brynhildens Bruder, nahm da Gudrun zur Ehe, die Sigurd gehabt hatte, und gewannen sie Kinder. K\u00f6nig Atli lud Gunnar und H\u00f6gni zu sich und diese fuhren zu seinem Gastgebot. Eh sie aber von Hause fuhren, verbargen sie das Gold, Fafnirs Erbe, im Rhein, und ward die\u00df Gold niemals seitdem gefunden. Aber K\u00f6nig Atli hatte ein Heer versammelt, womit er Gunnar und H\u00f6gni \u00fcberfiel. Sie wurden gefangen genommen und K\u00f6nig Atli lie\u00df dem H\u00f6gni das Herz lebendig ausschneiden und war das sein Tod. Gunnarn lie\u00df er in den Schlangenhof werfen; aber heimlich ward ihm eine Harfe gebracht, die er mit den Zehen schlug, weil ihm die H\u00e4nde gebunden waren, da\u00df alle Schlangen einschliefen bis auf eine Natter, die gegen ihn lief und ihn in die Brust bi\u00df, und dann den Kopf in die Wunde steckte und sich an seine Leber hing bis er todt war. Gunnar und H\u00f6gni wurden Niflungen genannt oder Giukungen: darum hei\u00dft das Gold der Niflungen Hort oder Erbe. Bald darauf t\u00f6dtete Gudrun ihre beiden S\u00f6hne und lie\u00df aus ihren Sch\u00e4deln mit Gold und Silber Trinkgeschirre machen. Darauf ward der Niflungen Leichenfeier begangen. Bei diesem Gelage lie\u00df Gudrun dem K\u00f6nig Atli in diese Trinkgeschirre Meth schenken, der mit dem Blut der J\u00fcnglinge gemischt war; ihre Herzen aber lie\u00df sie braten und gab sie dem K\u00f6nige zu e\u00dfen. Und als das geschehen war, sagte sie es ihm selbst mit vielen unholden Worten. Es fehlte da nicht an kr\u00e4ftigem Meth, so da\u00df die meisten Leute schliefen, die da sa\u00dfen. In der Nacht aber ging sie zu dem K\u00f6nig, als er entschlafen war, und mit ihr H\u00f6gnis Sohn. Sie t\u00f6dteten ihn und also lie\u00df er das Leben. Darauf warfen sie Feuer in die Halle und verbrannten alles Volk, das darinne war. Dann ging sie an die See und sprang ins Meer, und wollte sich ertr\u00e4nken. Aber sie ward \u00fcber die Bucht getragen und kam an das Land, das K\u00f6nig Jonakur besa\u00df. Und als der sie sah, nahm er sie zu sich und verm\u00e4hlte sich mit ihr. Sie hatten drei S\u00f6hne mit Namen S\u00f6rli, Hamdir und Erp. Sie waren alle rabenschwarz von Farbe des Haars, wie Gunnar und H\u00f6gni und die andern Niflungen.<\/p>\n<p>Bei ihnen ward Swanhild, Sigurds Tochter, erzogen, die aller Frauen Sch\u00f6nste war. Das erfuhr der K\u00f6nig J\u00f6rmunrek der reiche: da sandte er seinen Sohn Randwer, sie ihm zu werben. Und als er zu Jonakur kam, ward ihm Swanhild \u00fcbergeben, da\u00df er sie dem K\u00f6nig J\u00f6rmunrek br\u00e4chte. Da sagte Bicki, es gezieme sich be\u00dfer, da\u00df Randwer Swanhild n\u00e4hme, denn Er w\u00e4re jung und sie auch; J\u00f6rmunrek aber alt. Dieser Rath gefiel ihnen wohl als jungen Leuten. Darauf verrieth Bicki die\u00df dem K\u00f6nige: da lie\u00df J\u00f6rmunrek seinen Sohn greifen und zum Galgen f\u00fchren. Da nahm Randwer seinen Habicht, rupfte ihm die Federn aus, und bat, ihn seinem Vater zu senden. Darauf ward er geh\u00e4ngt. Als aber K\u00f6nig J\u00f6rmunrek den Habicht sah, da kam ihm in den Sinn, wie der Habicht flug- und federlos sei, so sei auch sein Reich ohne Bestand, denn er sei alt und sohnlos. Da lie\u00df K\u00f6nig J\u00f6rmunrek, als er mit seinem Gefolge aus dem Wald von der Jagd geritten kam, und die K\u00f6nigin Swanhild beim Haarwaschen sa\u00df, \u00fcber sie reiten und sie unter den Hufen der Rosse zu Tode treten. Als aber Gudrun die\u00df erfuhr, reizte sie ihre S\u00f6hne, den Tod Swanhildens zu r\u00e4chen. Und als sie sich reisefertig machten, gab sie ihnen Br\u00fcnnen und Helme von solcher St\u00e4rke, da\u00df kein Eisen daran haften mochte. Auch gab sie ihnen den Rath, wenn sie zu K\u00f6nig J\u00f6rmunrek k\u00e4men, sollten sie des Nachts, wenn er schliefe, zu ihm gehen, und sollten S\u00f6rli und Hamdir ihm H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe abhauen, aber Erp das Haupt. Als sie aber unterwegs waren, fragten sie den Erp, wie er ihnen beistehen wolle, wenn sie K\u00f6nig J\u00f6rmunrek tr\u00e4fen. Er antwortete, er wolle ihnen helfen wie die Hand dem Fu\u00dfe. Da sagten sie, die F\u00fc\u00dfe h\u00e4tten an den H\u00e4nden keine St\u00fctzen. Sie waren ihrer Mutter erz\u00fcrnt, weil diese sie mit harten Worten zu der Fahrt angetrieben hatte: darum gedachten sie zu thun was ihr am \u00fcbelsten gefiele und t\u00f6dteten Erp, weil sie den am Meisten liebte. Bald darauf strauchelte S\u00f6rli beim Gehen mit Einem Fu\u00dfe und st\u00fctzte sich mit den H\u00e4nden. Da sprach er: Nun half die Hand dem Fu\u00dfe: be\u00dfer w\u00e4re es, wenn Erp lebte. Als sie aber zu K\u00f6nig J\u00f6rmunrek kamen des Nachts da er schlief, und ihm Arme und F\u00fc\u00dfe abhieben, da erwachte er und rief seinen Leuten und hie\u00df sie aufstehen. Da sprach Hamdir: Nun m\u00fcste auch der Kopf ab, wenn Erp lebte. Da standen die Hofm\u00e4nner auf und griffen sie an, konnten sie aber mit Waffen nicht bezwingen. Da rief J\u00f6rmunrek, sie sollten sie mit Steinen zu Tode werfen. Das geschah: da fielen S\u00f6rli und Hamdir. Und nun war Giukis Geschlecht und ganze Nachkommenschaft todt.<\/p>\n<p>Von Sigurd lebte noch eine Tochter, die Aslaug hie\u00df und bei Heimir in Hlindalir erzogen worden war. Von ihr stammen m\u00e4chtige Geschlechter. Es wird auch gesagt, Sigmund, W\u00f6lsungs Sohn, sei so stark gewesen, da\u00df er Gift trank ohne da\u00df es ihm schadete, und seine S\u00f6hne Sinfi\u00f6tli und Sigurd waren so hart von Haut, da\u00df kein Gift ihnen schadete, das von au\u00dfen an sie kam.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es wird erz\u00e4hlt, da\u00df drei der Asen ausfuhren, die Welt kennen zu lernen: Odhin, Loki&hellip;<\/p>\n<p> <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.tlausl.de\/?page_id=2366\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2366","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tlausl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2366","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tlausl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tlausl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tlausl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tlausl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2366"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.tlausl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2366\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2367,"href":"https:\/\/www.tlausl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2366\/revisions\/2367"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tlausl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2366"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}