{"id":2285,"date":"2014-12-13T15:57:48","date_gmt":"2014-12-13T14:57:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tlausl.de\/?page_id=2285"},"modified":"2014-12-13T15:57:48","modified_gmt":"2014-12-13T14:57:48","slug":"helgakvidha-hjoervardhssonar-das-lied-von-helgi-dem-sohne-hioerwards","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.tlausl.de\/?page_id=2285","title":{"rendered":"Helgakvidha Hj\u00f6rvardhssonar (Das Lied von Helgi dem Sohne Hi\u00f6rwards)"},"content":{"rendered":"<p>Hi\u00f6rward hie\u00df ein K\u00f6nig, der hatte vier Frauen. Eine hie\u00df Alfhild und der beiden Sohn Hedin; die andere hie\u00df S\u00e4reid und der beiden Sohn Humlungr; die dritte hie\u00df Sinri\u00f6d und der beiden Sohn Hymlingr. Hi\u00f6rward hatte verhei\u00dfen, die Frau zu ehlichen, die er die sch\u00f6nste w\u00fcste. Da h\u00f6rte er, da\u00df K\u00f6nig Swafnir eine allersch\u00f6nste Tochter h\u00e4tte, Sigurlinn gehei\u00dfen. Idmundr hie\u00df sein Jarl. Atli, dessen Sohn, fuhr dem K\u00f6nige Sigurlinn zu freien. Er blieb einen Winter lang bei K\u00f6nig Swafnir. Franmar hie\u00df da ein Jarl, der Pfleger Sigurlinns, und dessen Tochter Alof. Der Jarl rieth, da\u00df die Maid verweigert w\u00fcrde: da fuhr Atli heim.<\/p>\n<p>Atli Jarlssohn stand eines Tages an einem Walde: da sa\u00df ein Vogel oben in den Zweigen \u00fcber ihm und hatte zugeh\u00f6rt, da seine Mannen die Frauen die sch\u00f6nsten nannten, die Hi\u00f6rward hatte. Der Vogel zwitscherte und Atli lauschte, was er sagte. Er sang:<\/p>\n<p>Sahest du Sigurlinn,   Swafnirs Tochter,<br \/>\nDie sch\u00f6nste Maid   in Munarheim?<br \/>\nUnd hier behagen doch   Hi\u00f6rwards Frauen<br \/>\nDeinen Leuten   in Glasislundr.<\/p>\n<p>Atli.<br \/>\nWillst du mit Atli,   Idmundurs Sohn,<br \/>\nVielkluger Vogel,   Ferneres reden?<\/p>\n<p>Der Vogel.<br \/>\nJa, wenn der Edling   mir opfern wollte;<br \/>\nDoch w\u00e4hl ich was ich will   aus des K\u00f6nigs Wohnung.<\/p>\n<p>Atli.<br \/>\nWenn du Hi\u00f6rward nicht kiesest   noch seine Kinder,<br \/>\nNoch des F\u00fcrsten   sch\u00f6ne Frauen.<br \/>\nKiese keine   von des K\u00f6nigs Br\u00e4uten:<br \/>\nLa\u00df uns wohl handeln,   das ist Freundes Weise.<\/p>\n<p>Der Vogel.<br \/>\nEinen Hof will ich haben   und Heiligt\u00fcmer,<br \/>\nGoldgeh\u00f6rnte K\u00fche   aus des K\u00f6nigs Stall,<br \/>\nWenn Sigurlinn   ihm schl\u00e4ft im Arm<br \/>\nUnd frei dem F\u00fcrsten   folgt zu Haus.<\/p>\n<p>Dieses geschah eh Atli heimfuhr; als er aber nach Hause kam und der K\u00f6nig ihn nach den Zeitungen fragte, sprach er:<\/p>\n<p>Wir hatten Arbeit   und \u00fcbeln Erfolg:<br \/>\nUnsre Rosse keuchten   auf dem Kamm des Gebirgs,<br \/>\nDann muste man   durch Moore waten;<br \/>\nDoch ward uns Swafnirs   Tochter geweigert,<br \/>\nDie spangengeschm\u00fcckte,   die wir schaffen wollten.<\/p>\n<p>Der K\u00f6nig bat, da\u00df sie zum andern Mal hinf\u00fchren und fuhr er selbst mit. Aber da sie auf den Berg kamen und hinblickten auf Swawaland, sahen sie gro\u00dfen Landbrand und Staub von Rossen. Da ritt der K\u00f6nig vom Berge herab ins Land und nahm sein Nachtlager bei einem Flu\u00dfe. Atli, der die Warte hatte, fuhr \u00fcber den Flu\u00df und fand da ein Haus. Darin sa\u00df ein gro\u00dfer Vogel als H\u00fcter und war entschlafen. Atli scho\u00df mit dem Spie\u00df den Vogel todt. In dem Hause fand er Sigurlinn, die K\u00f6nigstochter und Alof die Jarlstochter. Die nahm er beide mit sich fort. Franmar Jarl hatte sich in Adlergestalt gekleidet und die Jungfrauen durch Zauberei vor dem Heere geh\u00fctet. Hrodmar hie\u00df ein K\u00f6nig, der Freier Sigurlinns: der hatte den Swawak\u00f6nig erschlagen und das Land verheert und verw\u00fcstet. Da nahm K\u00f6nig Hi\u00f6rward Sigurlinn und Atli nahm Alof zur Ehe.<\/p>\n<p>Hi\u00f6rward und Sigurlinn hatten einen Sohn, der gro\u00df und sch\u00f6n war. Er war aber stumm und kein Name wurde ihm beigelegt. Einst sa\u00df er am H\u00fcgel, da sah er neun Walk\u00fcren reiten; darunter war eine die herlichste. Sie sang:<\/p>\n<p>Sp\u00e4t wirst du, Helgi,   die Sch\u00e4tze beherschen,<br \/>\nDu reicher Schlachtbaum,   und R\u00f6dulsw\u00f6llir,<br \/>\n(Fr\u00fch sangs ein Adler),   da du immer schweigst,<br \/>\nWie k\u00fchnen Kampfmuth   du K\u00f6nig bew\u00e4hrst.<\/p>\n<p>Helgi.<br \/>\nWas giebst du mir noch   zu dem Namen Helgi,<br \/>\nBl\u00fchende Braut,   den du mir botest?<br \/>\nErw\u00e4ge den ganzen   Gru\u00df mir wohl:<br \/>\nIch nehme den Namen   nicht ohne dich.<\/p>\n<p>Sie sprach.<br \/>\nSchwerter wei\u00df ich liegen   in Sigarsholm<br \/>\nViere weniger   als f\u00fcnfmal zehn.<br \/>\nEins ist von allen   darunter das beste,<br \/>\nDer Schilde Verderben,   beschlagen mit Gold.<\/p>\n<p>Am Heft ist ein Ring,   und Herz in der Klinge,<br \/>\nSchrecken in der Spitze   vor dem der es schwingt.<br \/>\nDie Schneide birgt   einen blutigen Wurm,<br \/>\nAber am Stichblatt   wirft die Natter den Schweif.<\/p>\n<p>Eilimi hie\u00df ein K\u00f6nig, seine Tochter war Swawa; sie war Walk\u00fcre und ritt Luft und Meer. Sie gab dem Helgi den Namen und schirmte ihn oft seitdem in den Schlachten. Da sprach<\/p>\n<p>Helgi.<br \/>\nDu bist, Hi\u00f6rward,   kein heilwaltender K\u00f6nig,<br \/>\nF\u00fchrer des Volksheers,   wieviel man dich r\u00fchmt:<br \/>\nL\u00e4\u00dfest Feuer der F\u00fcrsten   Vesten verzehren,<br \/>\nDie nie noch B\u00f6ses   verbrachen wider dich.<\/p>\n<p>Aber Hrodmar wird   der Ringe walten,<br \/>\nDie unsre Freunde   zuvor besa\u00dfen.<br \/>\nWenig f\u00fcrchtet   der F\u00fcrst um sein Leben:<br \/>\nHofft er der Todten   Erbe zu beherschen?<\/p>\n<p>Hi\u00f6rward antwortete, er wolle dem Helgi Beistand nicht versagen, wenn er seinen Muttervater zu r\u00e4chen ged\u00e4chte. Da suchte Helgi das Schwert, das ihm Swawa angewiesen. Da fuhr er und Atli und f\u00e4llten Hrodmar und vollbrachten manch Heldenwerk. Er schlug Hati den Riesen, als er auf einem Berge sa\u00df. Helgi und Atli lagen mit den Schiffen in Hatafiord. Atli hatte die Warte die erste H\u00e4lfte der Nacht. Da sprach Hrimgerd, Hatis Tochter:<\/p>\n<p>Wie hei\u00dfen die Helden   in Hatafiord?<br \/>\nMit Schilden ist gezeltet   auf euern Schiffen.<br \/>\nFrevel gebahrt ihr,   scheint wenig zu f\u00fcrchten.<br \/>\nNennet mir   des K\u00f6nigs Namen.<\/p>\n<p>Atli sprach:<br \/>\nHelgi hei\u00dft er;   doch hoffe nimmer<br \/>\nDen F\u00fcrsten zu gef\u00e4hrden.<br \/>\nEisenburgen   bergen die Flotte:<br \/>\nHexen haben uns nichts an.<\/p>\n<p>Hrimgerd sprach:<br \/>\nWie hei\u00dfest du,   \u00fcberm\u00fcthiger Held?<br \/>\nWie nennt man dich mit Namen?<br \/>\nViel vertraut dir der F\u00fcrst,   der dich vorn im sch\u00f6nen<br \/>\nSchiffssteven stehen l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>Atli.<br \/>\nAtli hei\u00df ich,   hei\u00df will ich dir werden,<br \/>\nDenn unhold bin ich Unholden.<br \/>\nAm feuchten Steven st\u00e4ts   hab ich gestanden<br \/>\nUnd Nachtmaren gemordet.<\/p>\n<p>Wie hei\u00dfest du, Hexe,   leichenhungrige?<br \/>\nNenne, Vettel, den Vater.<br \/>\nDa\u00df du neun Rasten   niedrer l\u00e4gest<br \/>\nUnd ein Baum dir sch\u00f6\u00df aus dem Schoo\u00dfe!<\/p>\n<p>Hrimgerd.<br \/>\nHrimgerd hei\u00df ich,   Hati war mein Vater,<br \/>\nIch kannte nicht k\u00fchnern Joten.<\/p>\n<p>Aus den H\u00e4usern hat er   viel Br\u00e4ute geholt<br \/>\nBis ihn Helgi t\u00f6dtlich traf.<\/p>\n<p>Atli.<br \/>\nDu standest, Hexe,   vor den Schiffen des K\u00f6nigs<br \/>\nUnd stautest die M\u00fcndung des Stroms,<br \/>\nDes F\u00fcrsten Recken   der Ran[WS 1] zu liefern;<br \/>\nDoch kam dir der Stag in die Quere.<\/p>\n<p>Hrimgerd.<br \/>\nTh\u00f6richt bist du, Atli,   du tr\u00e4umst, sag ich,<br \/>\nWie du die Brauen wirfst   \u00fcber die Wimpern.<br \/>\nMeine Mutter stand   vor des K\u00f6nigs Schiffen<br \/>\nUnd ich ertr\u00e4nkte die Tapfern.<\/p>\n<p>Wiehern wolltest du, Atli,   w\u00e4rst du nicht entmannt:<br \/>\nHrimgerd schwingt den Schweif.<br \/>\nHintenhin fiel dir,   w\u00e4hn ich, Atli, das Herz,<br \/>\nWie laut du lachst und l\u00e4rmest.<\/p>\n<p>Atli.<br \/>\nEin Hengst schein ich dir,   wenn dus versuchen willst,<br \/>\nSo ich steig an den Strand aus der Flut.<br \/>\nGanz erlahmst du,   wenn der Grimm mich fa\u00dft,<br \/>\nUnd senkst den Schweif, Hrimgerd.<\/p>\n<p>Hrimgerd.<br \/>\nBetritt nur das Land,   vertraust du der Kraft,<br \/>\nDa\u00df in Warins-Wik wir ringen.<br \/>\nRippenverrenkung,   Recke, begegnet dir,<br \/>\nKommst du mir in die Krammen.[WS 2]<\/p>\n<p>Atli.<br \/>\nIch mag nicht von hier   bis die M\u00e4nner erwachen<br \/>\nUnd halten Hut dem K\u00f6nig:<br \/>\nZu gewarten hab ich hier   da\u00df Hexen auftauchen<br \/>\nUnter unsern Schiffen.<\/p>\n<p>Wache, Helgi,   und b\u00fc\u00dfe Hrimgerden<br \/>\nDa\u00df du Hati hast erschlagen.<br \/>\nEine Nacht will sie   bei dem F\u00fcrsten schlafen:<br \/>\nDas schafft ihr Schadens Bu\u00dfe.<\/p>\n<p>Helgi.<br \/>\nLodin labe dich,   die Menschenleide,<br \/>\nDer Thurs, der in Tholley wohnt,<br \/>\nDer hundweise Riese,   der Riffwohner \u00e4rgster:<br \/>\nDer mag dir zum Manne geziemen.<\/p>\n<p>Hrimgerd.<br \/>\nDie m\u00f6chtest du, Helgi,   die das Meer besah<br \/>\nN\u00e4chten mit den M\u00e4nnern,<br \/>\nDie Maid auf dem Goldross,   der Macht nicht gebrach:<br \/>\nHier stieg sie zum Strand aus der Flut,<br \/>\nEurer beider Flotte zu festigen.<br \/>\nSie allein ist Schuld,   da\u00df ich unf\u00e4hig bin,<br \/>\nDes K\u00f6nigs Mannen zu morden.<\/p>\n<p>Helgi.<br \/>\nH\u00f6re, Hrimgerd,   ob den Harm ich dir b\u00fc\u00dfe;<br \/>\nDoch erst gieb Kunde dem K\u00f6nig:<br \/>\nWar sie es allein,   die die Schiffe mir barg,<br \/>\nOder fuhren Viele beisammen?<\/p>\n<p>Hrimgerd.<br \/>\nDrei Reihen M\u00e4dchen;   doch ritt voraus<br \/>\nUnterm Helm die Eine licht.<br \/>\nDie M\u00e4hren sch\u00fcttelten sich,   aus den M\u00e4hnen troff<br \/>\nThau in tiefe Th\u00e4ler,<br \/>\nHagel in hohe B\u00e4ume:<br \/>\nDas macht die Felder fruchtbar.<br \/>\nUnlieb war mir Alles was ich sah.<\/p>\n<p>Atli.<br \/>\nBlick ostw\u00e4rts, Hrimgerd,   ob dich Helgi hat<br \/>\nGetroffen mit Todesst\u00e4ben.<br \/>\nAuf Land und Flut geborgen   ist des Edlings Flotte<br \/>\nUnd des K\u00f6nigs Mannen zumal.<\/p>\n<p>Der Tag scheint, Hrimgerd:   dich s\u00e4umte hier<br \/>\nAtli zum Untergange.<br \/>\nEin l\u00e4cherlich Wahrzeichen   wirst du dem Hafen<br \/>\nWie du da stehst ein Steinbild.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Helgi war ein allgewaltiger Kriegsmann. Er kam zu K\u00f6nig Eilimi und bat um Swawa, dessen Tochter. Helgi und Swawa verlobten sich und liebten sich wundersehr. Swawa war daheim bei ihrem Vater, aber Helgi im Heerzug. Swawa war Walk\u00fcre nach wie vor. Hedin war daheim bei seinem Vater Hi\u00f6rward, K\u00f6nig in Noreg. Da fuhr Hedin auf Julabend einsam heim aus dem Walde und fand ein Zauberweib. Sie ritt einen Wolf und hatte Schlangen zu Z\u00e4umen und bot dem Hedin ihre Folge. Nein, sprach er. Da sprach sie: Das sollst du mir entgelten bei Bragis Becher. Abends wurden Gel\u00fcbde verhei\u00dfen und der S\u00fchneber vorgef\u00fchrt, auf den die M\u00e4nner die H\u00e4nde legten und bei Bragis Becher Gel\u00fcbde thaten. Hedin verma\u00df sich eines Gel\u00fcbdes auf Swawa, Eilimis Tochter, seines Bruders Geliebte. Darnach gereute es ihn so sehr, da\u00df er fortging auf wilden Stegen s\u00fcdlich ins Land, wo er seinen Bruder Helgi traf. Helgi sprach:<\/p>\n<p>Heil dir, Hedin!   was hast du zu sagen<br \/>\nNeuer M\u00e4ren aus Noreg?<br \/>\nWas f\u00fchrte dich, F\u00fcrst,   fort aus dem Lande,<br \/>\nDa\u00df du allein mich aufsuchst?<\/p>\n<p>Hedin.<br \/>\nEin allzugro\u00dfes   Unheil betraf mich:<br \/>\nIch hab erkoren   die K\u00f6nigstochter<br \/>\nBei Bragis Becher:   Deine Braut!<\/p>\n<p>Helgi.<br \/>\nKlage dich nicht an!   noch kann sich erf\u00fcllen,<br \/>\nHedin, unser   \u00c4lgel\u00fcbde.<br \/>\nMich hat ein Held   zum Holmgang entboten:<br \/>\nDa find ich den Feind   in Frist dreier N\u00e4chte.<br \/>\nIch werde wohl   nicht wiederkehren:<br \/>\nSo geschieht es in G\u00fcte,   wenn das Schicksal will.<\/p>\n<p>Hedin.<br \/>\nDu sagtest, Helgi,   Hedin w\u00e4re<br \/>\nDir Gutes und gro\u00dfer   Gaben werth.<br \/>\nDir scheint schicklicher   das Schwert zu r\u00f6then<br \/>\nAls deinen Feinden   Frieden zu geben.<\/p>\n<p>Jenes sprach Helgi, weil ihm sein Tod ahnte und auch, weil seine Folgegeister den Hedin aufgesucht hatten, als er das Weib den Wolf reiten sah. Alfur hie\u00df ein K\u00f6nig, Hrodmars Sohn, der den Helgi zum Kampf entboten hatte gen Sigarsw\u00f6llr in dreier N\u00e4chte Frist. Da sprach Helgi:<\/p>\n<p>Es ritt den Wolf,   da rings es dunkelte,<br \/>\nEine Frau, die dem Bruder   ihre Folge bot.<br \/>\nSie wuste wohl,   es w\u00fcrde fallen<br \/>\nSigurlinns Sohn   bei Sigarsw\u00f6llr.<\/p>\n<p>Da geschah eine gro\u00dfe Schlacht und Helgi empfing die Todeswunde.<\/p>\n<p>Helgi sandte   den Sigar, zu reiten<br \/>\nHin nach Eilimis   einziger Tochter:<br \/>\n\u201eBitte sie, bald   bei mir zu sein,<br \/>\nWenn sie den F\u00fcrsten   will finden am Leben.\u201c<\/p>\n<p>Sigar sprach:<br \/>\nMich hat Helgi   hergesendet,<br \/>\nSelber zu sprechen,   Swawa, mit dir.<br \/>\nDich zu schauen sehn er sich,   sagte der K\u00f6nig,<br \/>\nEhe den Athem   der edle verhaucht.<\/p>\n<p>Swawa.<br \/>\nWas ist mit Helgi,   Hi\u00f6rwards Sohne?<br \/>\nHart hat das Unheil   mich heimgesucht.<br \/>\nWenn die See ihn schlang,   das Schwert ihn f\u00e4llte,<br \/>\nSo will ich des Werthen   R\u00e4cherin werden.<\/p>\n<p>Sigar.<br \/>\nHier fiel in der Fr\u00fche   bei Frekastein<br \/>\nDer Edlinge edelster   unter der Sonne.<br \/>\nDes vollen Sieges   freut sich Alfur:<br \/>\nNur die\u00dfmal d\u00fcrft er   des uns entbehren!<\/p>\n<p>Helgi.<br \/>\nHeil dir Swawa!   Theile dein Herz.<br \/>\nWir werden uns wieder   auf der Welt nicht sehn.<br \/>\nZu voll flie\u00dfen   dem F\u00fcrsten die Wunden:<br \/>\nDem Herzen kam mir   die Klinge zu nah.<\/p>\n<p>Ich bitte dich, Swawa   (Braut, weine nicht),<br \/>\nWillst du vernehmen   was ich dir sage,<br \/>\nSo breite meinem Bruder   Hedin ein Bette<br \/>\nUnd schlinge die Arme   um den jungen Helden.<\/p>\n<p>Swawa.<br \/>\nDas hab ich verhei\u00dfen   zu Munarheim,<br \/>\nAls Helgi der Braut   die Ringe bot,<br \/>\nNie wollt ich froh   nach des K\u00f6nigs Fall<br \/>\nEinen andern Helden   im Arme hegen.<\/p>\n<p>Hedin.<br \/>\nK\u00fcsse mich, Swawa,   ich kehre nicht wieder<br \/>\nR\u00f6gsheim zu sehn   noch R\u00f6dulsfi\u00f6ll,<br \/>\nGerochen hab ich denn   Hi\u00f6rwards Sohn,<br \/>\nDer Edlinge Edelsten   unter der Sonne.<\/p>\n<p>Von Helgi und Swawa wird gesagt, da\u00df sie wiedergeboren w\u00e4ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hi\u00f6rward hie\u00df ein K\u00f6nig, der hatte vier Frauen. 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